Welche Wasserarten gibt es?
Wasser ist eine der wichtigsten Ressourcen unseres Planeten. Doch nicht jedes Wasser ist gleich – besonders wenn es um die Nutzung als Trinkwasser geht. Hier ein Überblick über die wichtigsten Wasserarten, ihre Besonderheiten und rechtlichen Rahmenbedingungen.
Grundwasser
Grundwasser ist Wasser, das sich in unterirdischen Schichten sammelt. Dabei gibt es verschiedene Grundwasserschichten. Die oberste ist die erste Grundwasserschicht, die nächst tiefere ist die zweite, und so weiter. Grundwasser entsteht durch das Versickern von Niederschlägen im Rahmen des unendlichen Wasserkreislaufs.
Die Verweilzeit von Grundwasser im Boden reicht von weniger als einem Jahr bis hin zu vielen Millionen Jahren. Hierbei gilt: Je länger die Verweilzeit andauert, desto besser ist die Wasserqualität – denn das Wasser reinigt sich von selbst.
Quellvorkommen, die sich in tieferen Grundwasserschichten unterhalb der ersten befinden, werden als Tiefenquellen bezeichnet. Es hat oft eine geringe Zirkulationsrate und kann sehr alt sein.
Natürliches Mineralwasser
Mineralwasser stammt aus unterirdischen, geschützten Quellen und wird direkt am Quellort abgefüllt. Es ist reich an natürlichen Mineralien und Spurenelementen, die je nach Quelle variieren können. Mineralwasser ist das einzige amtlich anerkannte Lebensmittel in Deutschland und unterliegt strengen Qualitätskontrollen gemäß der Mineral- und Tafelwasser-Verordnung (MTVO).
Nach der ursprünglichen Quellenanalyse des Rohwassers müssen die Zusammensetzung des natürlichen Mineralwassers, die Temperatur in der Quelle und seine übrigen wesentlichen Merkmale im Rahmen natürlicher Schwankungen konstant bleiben. Dies muss regelmäßig überprüft werden.
Natürliches Mineralwasser darf nur eingeschränkt behandelt werden: So dürfen unbeständige Inhaltsstoffe wie Eisen- oder Schwefelverbindungen mit physikalischen Verfahren entfernt werden (enteisentes und entschwefeltes Mineralwasser).
Wir bei den St. Leonhards Quellen verzichten auf alle Maßnahmen, die die Struktur unserer artesischen Wässer verändern würden (z. B. Ozonierung). Die einzige Maßnahme, die wir tätigen, ist das Enteisenen mittels schonender Quarzsandfiltrierung.
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Quellwasser
Quellwasser stammt ebenfalls aus natürlichen unterirdischen und vor Schadstoffen geschützten Reservoirs . Es muss fast dieselben Anforderungen an Herstellung, Abfüllung und Mikrobiologie erfüllen, wie natürliches Mineralwasser.
Eine amtliche Anerkennung im europäischen Mineral-/Heilwasserregister bezüglich der ernährungsphysiologischen/pharmakologischen Bedeutung der Mineralienzusammensetzung der Quelle ist nicht erforderlich. Quellwasser ist eine natürliche Alternative zu Leitungswasser und unterliegt den Anforderungen der Trinkwasserverordnung sowie der Mineral- und Tafelwasserverordnung.
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Leitungswasser (Trinkwasser)
Leitungswasser ist das am häufigsten genutzte Wasser in Deutschland. Es stammt zu etwa zwei Dritteln aus Grundwasser und zu einem Drittel aus Oberflächenwasser (Flüsse, Seen, Teiche, etc.). Bevor es aus dem Hahn fließt, wird es aufbereitet, um Schadstoffe zu entfernen und die Qualität gemäß der Trinkwasserverordnung sicherzustellen. Es ist praktisch, kostengünstig und in der Regel von guter Qualität, die aber ortsabhängig verschieden sein kann.
Tafelwasser
Tafelwasser kann aus verschiedenen Wasserarten und Zusätzen bestehen. Es kann überall produziert und abgefüllt werden. Geregelt ist es in der Trinkwasserverordnung.
Erlaubte Zusätze sind:
- natürliches salzreiches Wasser
- oder durch Wasserentzug im Gehalt an Salzen angereichertes natürliches Mineralwasser
- Meerwasser
- Natriumchlorid
- Magnesiumchlorid
Viele Tafelwässer bestehen aus Trinkwasser, dem einfach Mineralien zugesetzt werden. Anders ist es bei unserem JodNatur. Das besteht aus dem natürlichem Mineralwasser der St. Georgsquelle und jodhaltiger Sole. Die flüssige Sole ist ein Überrest des Jahrmillionen alten Urmeeres, das einst den Chiemgau bedeckte.
Heilwasser
Heilwasser ist eine besondere Form von Mineralwasser, das aufgrund seiner Zusammensetzung eine heilende, lindernde oder vorbeugende Wirkung hat. Es unterliegt dem Arzneimittelgesetz und wird oft bei bestimmten gesundheitlichen Beschwerden empfohlen.
Welche Wasserart ist die beste?
Ob aus der Tiefe der Erde oder von der Oberfläche – jede Wasserart hat ihre spezifischen Eigenschaften und Anwendungsbereiche. Während Grundwasser und Oberflächenwasser die Basis unserer Wasserversorgung bilden, bieten Mineral- und Quellwasser eine natürliche Alternative mit besonderem Geschmack und Mineralienreichtum. Wir von den St. Leonhards Quellen sprechen darüber hinaus noch von lebendigem Wasser.
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Häufige Fragen
Was ist eine artesische Quelle?
Eine artesische Quelle tritt aufgrund eines Überdrucks aus eigener Kraft nach oben. Bei einem Arteserbrunnen wird in die Tiefe gebohrt, damit das Wasser der Quelle an die Oberfläche gelangen kann. Alle Wässer der St. Leonhards Quellen sind artesischen Ursprungs.
Wann spricht man von Quell- und wann von Mineralwasser?
Beide Wasserarten sind in der Mineral- und Tafelwasserverordnung gesetzlich geregelt. Im Fall unserer Wässer handelt es sich bei der St. Leonhardsquelle und der St. Georgsquelle jeweils um ein natürliches Mineralwasser. JodNatur ist als Tafelwasser deklariert und alle anderen unserer Sorten sind Quellwässer.
Sind die lebendigen Wässer von St. Leonhards Quellen "Heilwässer"?
Nein, dafür benötigt es eine Zulassung durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte.
Darf Mineralwasser bei der Abfüllung verändert werden?
Nein. Mineralwasser darf vor der Abfüllung lediglich Mangan, Eisen und Schwefel entzogen werden. Ansonsten ist das Wasser so zu belassen, wie es aus der Natur kommt. Das ist in der Mineral- und Tafelwasserverordnung festgelegt und gilt in unserem Fall für die St. Leonhardsquelle in still und medium und für die St. Georgsquelle in still und medium.
Was bedeutet “amtlich anerkannt”?
Natürliches Mineralwasser ist das einzige deutsche Lebensmittel, das eine amtliche Anerkennung direkt am Quellort erhält. Dafür werden mehr als 200 Einzeluntersuchungen nach gesetzlichen Vorgaben der Mineral- und Tafelwasserverordnung (MTVO) durchgeführt, analysiert und bewertet. Wenn alle Werte und Voraussetzungen erfüllt sind, wird die Quelle amtlich anerkannt und darf zur Abfüllung von Mineralwasser verwendet werden.
Woraus besteht Leitungswasser?
Leitungswasser besteht zu ca. 70 % aus oberflächennahem (vor Verunreinigungen nicht geschützten) Grundwasservorkommen und zu ca. 30 % aus Oberflächenwasser (Flüsse, Seen, etc.). Das Rohwasser ist nicht genießbar und teils stark verunreinigt und muss zunächst genießbar gemacht werden, bevor es aus dem Wasserhahn treten darf. Dafür sind 90 verschiedene Zusatzstoffe und 9 Desinfektionsverfahren zugelassen.