Wie funktioniert der unendliche Wasserkreislauf? 

Unsere Erde wird auch der blaue Planet genannt, weil über 70% seiner Oberfläche von Wasser bedeckt sind. Dabei bleiben die Wassermassen nicht grundsätzlich an ein und demselben Ort, sie sind vielmehr ständig in Bewegung. Sie zirkulieren seit Jahrmillionen in einem ausgeklügelten System der Natur: dem Wasserkreislauf – bei dem kein Tropfen verschwendet wird und kein Ende abzusehen ist.

Dieser beginnt mit der Wärmeeinstrahlung der Sonne, die das kostbare Nass aus Flüssen, Seen und Meeren verdunsten lässt. Dabei steigt feinster Wasserdampf auf. Auf seiner Reise wird das Wasser mit Energie und Lebenskraft aus den verschiedenen Luftschichten angereichert. Durch die Temperaturunterschiede in den kühlen Schichten der Atmosphäre sammelt sich dieser Dampf und kondensiert auf Grund der vorherrschenden Kälte – Wolken entstehen und beherbergen kleinste Wassertröpfchen.

Irgendwann können diese feinen Teilchen nicht mehr schweben, die Wolke wird zu schwer und gibt die Tröpfchen wieder ab. In Form von Regen, Schneeflocken oder Hagelkörnern fällt das aufgestiegene Wasser wieder zurück zur Erde. Die Form des Niederschlags hängt von der Temperatur in den Wolken ab.

Noch im Fallen nimmt das Wasser sowohl Informationen aus seiner Umgebung als auch Energie aus dem Sonnenlicht, aber auch Schadstoffe auf. Unten angekommen versickern große Teile dieser Wassermengen direkt im Boden, andere fließen oberirdisch ins nächste Gewässer und machen sich auf den Weg zurück ins Meer – so schließt sich der unendliche Wasserkreislauf.

Doch nicht nur oberflächlich strömen die Wassermassen unaufhörlich weiter, auch unter der Erde bahnt sich Tropfen für Tropfen seinen Weg. Das Wasser reichert sich dabei mit den verschiedensten Mineralien und Spurenelementen sowie darüber hinaus mit feinstofflichen Informationen an.

So lässt sich unter anderem nachweisen, dass beispielsweise Schmelzwasser, das nach dem Winter langsam im Boden versickert, immer noch die Informationen von Sonne und Mond sowie von den Pflanzen in sich trägt, auf denen es als Schnee gelegen hatte.  Dieses Wissen um Wasser als Informationsträger hält ungebrochen Einzug in der ganzheitlichen Medizin und bei Naturheilverfahren, wie zum Beispiel beim Einsatz von Bachblüten oder in der Homöopathie.

Der Weg des Wassers kann viele hundert Jahre dauern und auch mehre hundert Meter unter die Erde führen. Dabei sickert es so lange senkrecht durch die Erdschichten, bis es in Zwischenräumen mit Ton oder Gestein angelangt, von dort nicht mehr weiterfließen kann und sich deshalb sammelt. So entsteht neues Grundwasser! Sollten die wasserundurchlässigen Schichten eine Neigung aufweisen, bewegt sich die kostbare Wassermenge weiter und weiter bis sie beispielsweise als Quelle wieder an die Erdoberfläche dringt.

Liegt der Ursprung dieser Quelle tief unter der Erde, teilweise sogar unter dem Grundwasserspiegel, und steigt sein oft über Jahrhunderte gereiftes – vor Umwelteinflüssen geschütztes – Wasser ohne menschliches Zutun an die Oberfläche, bezeichnet man diesen Wasseraustritt als Artesische Quelle.

Wie kann jeder Mensch das Grundwasser schützen?

Die nachfolgenden Schutzmaßnahmen zeigen auf, was jeder einzelne tun kann, damit Grundwasser immer wieder ein wertvoller Teil des ewigen Wasserkreislaufs sein kann.

Eine wichtige Maßnahme zum Schutz des Grundwassers besteht in der korrekten Entsorgung von wassergefährdenden Stoffen, wie Farben oder Lacken. Diese dürfen niemals über die Kanalisation entsorgt werden, weil sie von dort direkt in den Wasserkreislauf gelangen und das kostbare Nass für lange Zeit verunreinigen.

Gleiches gilt für die Verwendung von giftigen Pflanzenschutzmitteln und übermäßiger Düngung. Durch Gieß- oder Regenwasser werden diese Schadstoffe in den Boden des heimischen Gartens gespült und landen somit irgendwann ebenfalls im Kreislauf.

Besondere Vorsicht ist bei Medikamenten geboten, diese gehören auf keinen Fall über die Spüle oder Toilette entsorgt, weil die enthaltenden Wirkstoffe das Grundwasser ebenfalls stark belasten können. Alte Arzneimittel bitte in die Mülltonne oder – noch besser – zurück zur Apotheke. Grundsätzlich gilt, dass Medikamente immer dem tatsächlichen Bedarf entsprechen sollten, damit erst gar kein Restmüll entsteht.

Eine echte Gefahr fürs Wasser stellt auch Mineralöl dar, denn ein Liter Öl kann schließlich 1 Million Liter Wasser verunreinigen! Daher dürfen Autos nur an ausgewiesenen Stellen gewaschen werden, bei denen das Abwasser aufgefangen wird. Gebrauchtes Altöl gehört natürlich zur Sammelstelle, genau wie Lack-, Farb- und andere Lösungsmittelreste.

Auch durch den Einkauf von Bio-Lebensmitteln kann das Grundwasser aktiv geschützt werden, da die Belastung der Böden im biologischen Anbau deutlich geringer ausfällt. Darüber hinaus ist Bio auch für den eigenen Organismus die bessere Alternative und – Hand aufs Herz – diese ursprünglichen Lebensmittel schmecken in der Regel einfach besser.

Alle Maßnahmen zur Reduzierung der Luftverschmutzung wirken sich auch positiv auf den Wasserkreislauf aus. Je weniger Partikel durch Heizen oder Autofahren in die Luft gelangen, desto geringer ist auch die Menge der Schmutzpartikel, die von den Wassertropfen in der Atmosphäre aufgenommen werden. Der Niederschlag bringt dann entsprechend weniger Belastung in den Boden oder die Gewässer ein.

Wasser sparen im Haushalt mit diesen 10 Tipps für den Alltag

Jeder von uns in Deutschland hat einen Wasserverbrauch von 120 bis 190 Litern Trinkwasser pro Tag. Um nachhaltiger mit unserer Umwelt umzugehen – und auch um den eigenen Geldbeutel zu entlasten – ist es erforderlich, dass jeder einzelne seinen Wasserverbrauch und den oft damit verbundenen Energieverbrauch reduzieren sollte.

Denn auch wenn Deutschland ein wasserreiches Land ist, sollte Wasser als hohes Gut geschätzt und gespart werden. Nicht zuletzt auch deshalb, weil die Erzeugung von Warmwasser mehr als 10% des Gesamtenergiebedarfs eines Haushaltes ausmacht.

So kann jeder auf Nachhaltigkeit im Umgang mit Wasser achten, Verschwendung vermeiden und dabei viel sparen!

10 Sparmaßnahmen, die sich leicht umsetzen lassen

  1. Duschen statt Baden und wassersparende Duschköpfe nachrüsten
  2. Toiletten mit Spartasten ausstatten
  3. Zahnputzbecher beim Zähneputzen verwenden
  4. (Warm-)Wasser nur aufdrehen, wenn es benötigt wird
  5. Während des Einseifens beim Händewaschen den Wasserhahn zudrehen, gleiches gilt beim Einseifen unter der Dusche
  6. Tropfender Wasserhahn? Schnell beheben!
  7. Haushaltsgeräte nach Energieeffizienz kaufen, möglicherweise auch austauschen
  8. Wasch- und Spülmaschine stets voll beladen anstellen
  9. Obst und Gemüse wassersparend in einer großen Schüssel waschen – kann anschließend als Gießwasser genutzt werden
  10. Je höher der Rasen stehen darf, desto weniger oft muss er bewässert werden.
    Im Hochsommer gilt also: seltener mähen! Bewässerung mit Regen- anstatt mit Trinkwasser

Natürliches Jod in Nahrungsmitteln

Jodgehalt in Mikrogramm/100g

Nori Rotalgen

40.000

Meerasche

330

Schellfisch

250

Meersalz

200

Seelachs

200

Kabeljau

150

Garnelen

130

JodNatur

37

Spinat

20

Brunnenkresse

18

Möhren

15

Brokkoli

15

Champignons

13

Erbsen (geschält)

14

Schwarztee

11

Cashew-Nüsse

10