Mineralien in Wasser – Sinnvoll oder nicht?

Mineralien in Wasser – Sinnvoll oder nicht?

Warum braucht der Körper Mineralien?

Neben Vitaminen und anderen Nährstoffen gibt es auch noch die Mineralien. Diese übernehmen im Körper zahlreiche verschiedene Funktionen:

→ sie sorgen für Struktur und unterstützen den Aufbau

→ sie machen biochemische Reaktionen möglich

→ sie dienen der elektrischen Signalübertragung

→ sie regulieren Flüssigkeit und pH-Wert

Mineralien können vom menschlichen Körper nicht selbst hergestellt werden. Wir müssen den Körper also durch unsere Nahrung mit Mineralstoffen versorgen. Mineralien werden zwar nicht vom Körper verbraucht, aber kontinuierlich über Schweiß, Urin und Stuhl ausgeschieden – und müssen deshalb regelmäßig zugeführt werden.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) gibt für die einzelnen Mineralstoffe Empfehlungen für die tägliche Aufnahme heraus.

Tabelle mit empfohlenen Tagesmengen für Mineralien von der Deutschen Gesesllschaft für Ernährung.

Worauf muss man bei Mineralstoffen achten?

Bei einigen Mineralstoffen muss darauf geachtet werden, dass man dem Körper nicht zu viel zuführt, da aus den positiven Effekten dann negative Effekte werden. Beispiele hierfür sind Fluorid, Natrium und Chlorid.

Deshalb gibt es definierte Grenzwerte, die bei Wasser nicht überschritten werden dürfen. Hierzu gibt es zwei Gesetzestexte, die relevant sind. Zum einen die Trinkwasserverordnung, die Grenzwerte für das Wasser festlegt, das in den Haushalten aus den Wasserhähnen tritt. Da Trinkwasser aus oberflächennahen und an der Oberfläche befindlichen Wasservorkommen besteht, sind strenge Kontrollen und Grenzwerte nötig. Das Wasser muss meistens aufbereitet werden, um diese Grenzwerte einhalten zu können.

Auch für natürliches Mineralwasser bestehen Grenzwerte, allerdings deutlich weniger, da die Wasservorkommen tiefer unter der Erde liegen und von Natur und in der Regel niedrigere Gehalte an unerwünschten Stoffen aufweisen, als Trinkwasser. Deshalb haben lediglich die Inhaltsstoffe Grenzwerte, bei denen ein gewisses Niveau erreicht werden könnte. Natürliches Mineralwasser muss seine charakteristische Zusammensetzung im Wesentlichen unverändert behalten. Deshalb werden die Quellen natürlichen Mineralwassers amtlich geprüft und anerkannt und erfüllen damit automatisch die Anforderungen der Mineral- und Tafelwasserverordnung.

Natrium
MTVO-Grenzwert: nicht nötig
TrinkwV-Grenzwert: 200 mg/l*
MTVO-Grenzwert: nicht nötig
TrinkwV-Grenzwert: kein Grenzwert
MTVO-Grenzwert: nicht nötig
TrinkwV-Grenzwert: kein Grenzwert
MTVO-Grenzwert: nicht nötig
TrinkwV-Grenzwert: kein Grenzwert
MTVO-Grenzwert: nicht nötig
TrinkwV-Grenzwert: 250 mg/l*
MTVO-Grenzwert: nicht nötig
TrinkwV-Grenzwert: kein Grenzwert
MTVO-Grenzwert: nicht nötig
TrinkwV-Grenzwert: kein Grenzwert
MTVO-Grenzwert: nicht nötig
TrinkwV-Grenzwert: 250 mg/l*
MTVO-Grenzwert: 50 mg/l
TrinkwV-Grenzwert: 50 mg/l
MTVO-Grenzwert: 0,1 mg/l (Abgabe) / 0,02 mg/l (Quelle)
TrinkwV-Grenzwert: 0,1 mg/l
MTVO-Grenzwert: 5,0 mg/l**
TrinkwV-Grenzwert: 1,5 mg/l

MTVO-Grenzwert: kein Grenzwert nötig
TrinkwV-Grenzwert: kein Grenzwert

*Indikatorparameter (kein richtiger Grenzwert)

**höher als in der Trinkwasserverordnung, allerdings darf ein Mineralwasser nur dann angeben, dass es zur Zubereitung von Babynahrung geeignet ist, wenn 0,7 mg/l nicht überschritten werden. Für Trinkwasser existiert so ein Wert nicht. In der Praxis liegen die meisten Mineralwässer jedoch sowieso weit unter den 1,5 mg/l, die für Trinkwasser gelten.

Wie nimmt der Körper Mineralien aus Wasser auf?

Mineralstoffe liegen im Wasser als frei gelöste Ionen vor, die von einer Hydrationshülle umgeben sind. Dadurch können sie direkt über die Darmwand ins Blut aufgenommen werden. Mineralstoffe, die aus organischen Lebensmitteln zugeführt werden, müssen im Körper zunächst aus der Lebensmittelmatrix gelöst werden. Die Mineralien in Wasser sind also für den Körper sehr gut und direkt bioverfügbar.

Da Wasser über den Tag verteilt getrunken wird, ist die kontinuierliche Versorgung darüber hinaus ein physiologischer Vorteil gegenüber einzelnen Mahlzeiten, die im Alltag meist zu festen Uhrzeiten stattfinden.

Feste Nahrung verweilt zudem länger im Magen, während Wasser ihn in etwa 20 bis 30 Minuten passiert und dann in den Darm gelangt. Mineralien, die über Wasser aufgenommen werden, sind also auch schneller verfügbar, als Mineralien, die über feste Nahrung aufgenommen werden.

In Phasen, in denen über feste Nahrung weniger Mineralstoffe aufgenommen werden (z.B. beim Fasten), kann Wasser einen zusätzlichen Beitrag zur Versorgung leisten. Auch für Menschen, die keine Milchprodukte konsumieren, z. B. aufgrund von Laktoseintoleranz, kann Wasser ein zusätzlicher Calcium-Baustein in der Ernährung sein.

Im Vergleich zu Nahrungsergänzungsmitteln haben Mineralien im Wasser praktische Vorteile: Sie liegen bereits in gelöster Form vor, werden über den Tag verteilt aufgenommen und passen unabhängig von Essgewohnheiten in den Alltag.

Zusammengefasst sind Mineralien in Wasser:

  • in der Regel schneller für den Körper verfügbar, als aus fester Nahrung, da Wasser den Magen schneller passiert
  • mindestens so effizient für den Körper verfügbar, wie aus fester Nahrung, da sie bereits als Ionen vorliegen und nicht erst umgewandelt werden müssen
  • unabhängig von Essgewohnheiten (Vegan/Vegetarisch) konsumierbar
  • ohne Phytat, Oxalat oder Ballaststoffe konsumierbar, die die Resorption hemmen können
  • tageszeitenunabhängig gleich gut bioverfügbar im Gegensatz zu Supplements
  • insgesamt jedoch in geringeren Mengen im Wasser enthalten, als in fester Nahrung

Wasser ersetzt eine mineralstoffreiche Ernährung nicht, sondern kann eine kontinuierliche und bioverfügbare Ergänzung dafür sein.

Welche Mineralien sind in den Wässern der St. Leonhards Quellen enthalten?

Flasche St. Leonhardsquelle still und Glas Wasser mit einem Textfeld. Darin stehen ein paar MIneralien mit Gehalt.
Calcium
  • St. Leonhardsquelle: 93 mg/l
  • Sonnenquelle: 98 mg/l
  • Lichtquelle: 99 mg/l
  • Mondquelle: 98 mg/l
  • „Ich bin die Quelle“: 29 mg/l
  • St. Leonhardsquelle: 26 mg/l
  • Sonnenquelle: 29 mg/l
  • Lichtquelle: 29 mg/l
  • Mondquelle: 30 mg/l
  • „Ich bin die Quelle“: 22,8 mg/l
  • St. Leonhardsquelle: 404 mg/l
  • Sonnenquelle: 422 mg/l
  • Lichtquelle: 423 mg/l
  • Mondquelle: 424 mg/l
  • „Ich bin die Quelle“: 264 mg/l
  • St. Leonhardsquelle: 7,5 mg/l
  • Sonnenquelle: 9,5 mg/l
  • Lichtquelle: 9,3 mg/l
  • Mondquelle: 9,8 mg/l
  • „Ich bin die Quelle“: 21,7 mg/l
  • St. Leonhardsquelle: 1,6 mg/l
  • Sonnenquelle: 2 mg/l
  • Lichtquelle: 1,9 mg/l
  • Mondquelle: 2 mg/l
  • „Ich bin die Quelle“: 2,8 mg/l
  • St. Leonhardsquelle: 7,2 mg/l
  • Sonnenquelle: 14,4 mg/l
  • Lichtquelle: 18,2 mg/l
  • Mondquelle: 13,2 mg/l
  • „Ich bin die Quelle“: 1,5 mg/l
  • St. Leonhardsquelle: 14,4 mg/l
  • Sonnenquelle: 14,9 mg/l
  • Lichtquelle: 22 mg/l
  • Mondquelle: 15 mg/l
  • „Ich bin die Quelle“: <1 mg/l
  • St. Leonhardsquelle: 15,8 mg/l
  • Sonnenquelle: 16 mg/l
  • Lichtquelle: 16,2 mg/l
  • Mondquelle: 16,2 mg/l
  • „Ich bin die Quelle“: 51,8 mg/l
  • St. Leonhardsquelle: 0,06 mg/l
  • Sonnenquelle: 0,06 mg/l
  • Lichtquelle: 0,05 mg/l
  • Mondquelle: 0,06 mg/l
  • „Ich bin die Quelle“: 0,19 mg/l
  • St. Leonhardsquelle: <0,001 mg/l
  • Sonnenquelle: <0,001 mg/l
  • Lichtquelle: <0,001 mg/l
  • Mondquelle: <0,001 mg/l
  • „Ich bin die Quelle“: <0,001 mg/l
  • St. Leonhardsquelle: <1,0 mg/l
  • Sonnenquelle: <1,0 mg/l
  • Lichtquelle: <1,0 mg/l
  • Mondquelle: <1,0 mg/l
  • „Ich bin die Quelle“: <0,5 mg/l
  • St. Leonhardsquelle: <0,005 mg/l
  • Sonnenquelle: <0,005 mg/l
  • Lichtquelle: <0,005 mg/l
  • Mondquelle: <0,005 mg/l
  • „Ich bin die Quelle“: <0,005 mg/l

Für die Medium-Variante der St. Leonhardsquelle kommt noch natürliche Quellkohlensäure, vulkanischen Ursprungs hinzu.

Die Werte der Mondquelle gelten auch für die Sonderedition der Vollmondabfüllung.

Welchen Einfluss haben die Mineralien auf den Geschmack von Wasser?

Der Geschmack von Wasser wird durch seine Zusammensetzung geprägt. Die wichtigsten Geschmacksparameter sind

  • Gesamtmineralisation
  • Ionenbalance
  • Kohlensäuregehalt
  • Verhältnis von Kationen zu Anionen

Die Anteile der einzelnen Mineralien und deren Zusammenspiel bestimmen den Geschmack und das Mundgefühl eines Wassers. Generell sind die Auswirkungen auf den Geschmack jedoch ab gewissen Schwellen wahrnehmbar. Es gibt 5 verschiedene nennenswerte Geschmacksrichtungen im Wasser. Einzelne Mineralstoffe können dabei gleichzeitig für mehrere Geschmacksrichtungen eine Rolle spielen. Mache unseren Sensorik-Test und finde das Wasser, das dir am besten schmeckt.

Salzig
  • Natrium (Na⁺): Geschmacksschwelle bei ca. 200 mg/l
  • Chlorid (Cl⁻): Geschmacksschwelle bei ca. 200–300 mg/l
  • Kalium (K⁺): Geschmacksschwelle bei ca. ca. 250 mg/l
  • Magnesium (Mg²⁺): Geschmacksschwelle bei ca. <100–300 mg/l
  • Sulfat (SO₄²⁻): Geschmacksschwelle bei ca. 250 mg/l
  • Calcium (Ca²⁺): Geschmacksschwelle bei ca. 100–300 mg/l
  • Eisen (Fe²⁺/Fe³⁺): Geschmacksschwelle bei ca. 0,3 mg/l
  • Mangan (Mn²⁺): Geschmacksschwelle bei ca. 0,1 mg/l
  • Kupfer (Cu²⁺): Geschmacksschwelle bei ca. ca. 5 mg/l
  • Kohlensäure (CO₂): Texturwahrnehmung, deshalb keine Geschmacksschwelle
  • Eisen (Fe²⁺): Geschmacksschwelle bei ca. 0,3 mg/l
  • Mangan (Mn²⁺): Geschmacksschwelle bei ca. ca. 0,1 mg/l
  • Kupfer (Cu²⁺): Geschmacksschwelle bei ca. 5 mg/l
  • Zink (Zn²⁺): Geschmacksschwelle bei ca. 4 mg/l
  • Aluminium (Al³⁺): Geschmacksschwelle bei ca. 0,1–0,2 mg/l
  • Calcium (Ca²⁺): Geschmacksschwelle bei ca. 100–300 mg/l
  • Kieselsäure (SiO₂): Texturwahrnehmung, deshalb keine Geschmacksschwelle
  • Hydrogencarbonat (HCO₃⁻): Texturwahrnehmung, deshalb keine Geschmacksschwelle

*Schwellenwerte außer Kohlensäure, Kieselsäure & Hydrogencarbonat vgl. WHO (2017): “Guidelines for Drinking-water Quality”, 4th edition, Chapter 10: Acceptability aspects: Taste, odour and appearance

**Die tatsächliche Wahrnehmung hängt von individueller Sensibilität, Temperatur und Mineralstoffzusammenspiel ab.

Der Geschmack unserer St. Leonhardsquelle kurz analysiert

Hydrogencarbonat prägt unsere St. Leonhardsquelle mit 404 mg/l am stärksten. Es ist mittelstark spürbar, aber nicht dominant und sorgt dafür, dass das Wasser „weich“, „glatt“ und „rund“ im Geschmack wahrgenommen wird.

Die 93 mg/l Calcium verleihen dem Wasser eine frische, mineralische Note. In Kombination mit Hydrogencarbonat ergibt sich ein Calciumhydrogencarbonat-dominiertes Profil, das typisch für Wässer aus Kalkgesteinsaquiferen ist. Diese Charakteristik ist angenehm und wird von Wassertrinkern oft mit Natürlichkeit assoziiert.

Magnesium trägt erst ab etwa 100 mg/l zu einer leicht bitteren Note bei. Mit 26 mg/l ist dieser Schwellenwert bei unserer St. Leonhardsquelle weit unterschritten. Trotzdem wirkt das Magnesium zusammen mit Calcium leicht härtend auf den Geschmack und gibt dem Wasser ein gewisses Mundgefühl.

Kieselsäure ist bekannt dafür, dem Wasser eine sogenannte seidig-weiche Textur zu verleihen. Dies ist ein geschmacklicher Qualitätsindikator, der bei Wasserverkostungen positiv bewertet wird. Mit 15,8 mg/l liefert die Kieselsäure für unsere St. Leonhardsquelle einen wahrnehmbaren, positiven Beitrag, ohne dabei zu dominieren.

Sulfat ist erst ab ca. 200–300 mg/l geschmacklich wahrnehmbar. Mit nur 7,2 mg/l ist kein Einfluss auf den Geschmack für unser Wasser zu erwarten.

Kochsalzgeschmack (NaCl) beginnt bei etwa 200 mg/l. Die Gehalte von 7,5 mg/l für Natrium und 14,4 mg/l für Chlorid sind weit darunter und tragen in keiner Weise zur Salzigkeit bei.

Grafische Darstellung der Geschacksschwellen und der einzelnen Geschmacksnoten der verschiedenen Wassersorten

Funfact: Der Härtegrad von Wasser von Wasser wird vor allem von den Mineralstoffen Calcium und Magnesium bestimmt. Ein höherer Gehalt dieser Mineralien kann zwar zu mehr Kalkablagerungen in Haushaltsgeräten führen, sorgt aber im Glas für einen ausgeprägteren, weicheren Geschmack.

Natürliches Jod in Nahrungsmitteln

Jodgehalt in Mikrogramm/100g

Nori Rotalgen

40.000

Meerasche

330

Schellfisch

250

Meersalz

200

Seelachs

200

Kabeljau

150

Garnelen

130

JodNatur

37

Spinat

20

Brunnenkresse

18

Möhren

15

Brokkoli

15

Champignons

13

Erbsen (geschält)

14

Schwarztee

11

Cashew-Nüsse

10