Mit Hilfe der Sonne beginnt der Kreislauf des Wassers zunächst mit Verdunstung aus Meeren, Flüssen, Seen und der festen Erdoberfläche, auch mit Hilfe von Pflanzen. Es steigt als reiner Wasserdampf in die Atmosphäre auf und bildet durch Kondensation in den kalten Luftschichten Wolken. Bereits beim Aufsteigen der Wassertröpfchen wird das Wasser mit Energie und Lebenskräften aus der Atmosphäre angereichert. Sind die Wassertropfen in einer Wolke zu schwer geworden und können nicht mehr schweben, so fallen sie als Regentropfen oder Schneeflocken auf die Erde. Sie nehmen dabei wieder viele Informationen, Energie aus dem Sonnenlicht, aber auch Schadstoffe aus der Luft auf.
Das Wasser verteilt sich nun wieder auf der Erdoberfläche. Ein großer Teil versickert direkt in den Boden, ein anderer Teil gelangt in die oberirdischen Gewässer und fließt letztendlich wieder ins Meer. Grundwasser kann immer nur dann entstehen, wenn sich Wasser im Boden in einer wasserführenden Schicht sammeln kann. Diesen Vorgang nennt man Grundwasserneubildung.
Die senkrechte Abwärtsbewegung des Wassers wird erst dann gestoppt, wenn es auf eine wasserundurchlässige Gesteinsschicht trifft. Sie besteht meist aus Ton und Gesteinen und ist vor allem in Flözgebirgen zu finden. Je nach Neigung der charakteristischen Schichten fließt das Wasser unterirdisch mehr oder we-
niger schnell weiter. Dieser Weg kann viele hundert Jahre dauern und auch mehrere hundert Meter in die Tiefe führen. Das Wasser sammelt sich auch in dort befindlichen Hohlräumen. Von dort tritt es erst dann aus der Erde heraus, wenn die wasserführende Schicht die Erdoberfläche erreicht hat oder auch
schneidet. Auf seinem langen Weg durch Erd- und Gesteinsschichten hat ein Wasser sich dann nicht nur mit verschiedensten Mineralien und Spurenelementen angereichert, sondern auch mit feinstofflichen Informationen. Schmelzwasser nach dem Winter, das langsam in den Boden sickert, trägt noch Informationen von Sonne und Mond oder auch von dem Strauch in sich, auf dem der Schnee gelegen hat. Das Wissen darum hält immer mehr auch in der Medizin Einzug.